MAN

man

THE PSYCHEDELIC ROCK PIONEERS FROM WALES

Martin Ace – bass, vocals

James Beck – guitar, vocals

Josh Ace – guitar, vocals

René Robrahn – drums

Sie hätten gern Mäuschen gespielt damals, als die Rockmusik ganz jung war und voller Aufbruch? Am liebsten in der Wunderwelt des Wahren und Guten, dort, wo es den allerhöchsten Ritterschlag zu holen gab: Underground-Band! Wetten, dass Sie Pink Floyd mögen – und sehr wahrscheinlich Man verpasst haben.

Zwei Bands, die sich besonders seelenverwandt durch das Tor zu den Strawberry Fields spielten, das die Beatles aufgestossen hatten. Man, die Psychedelic-Pioniere aus Wales, brauchten sich mitnichten zu verstecken hinter ihren englischen Weggefährten. Und die ersparten sich zurecht eine Sinnkrise, als der Rolling Stone schrieb, Mans Debütalbum „Revelation“ lasse Pink Floyd „stinklangweilig klingen“.

Alles im Lot. Bis sich die launische Frau Vorsehung einen Spass aus zwei weit auseinanderlaufenden Lebenskurven machte. Während Pink Floyd mit „Money“ (!) zu jenem Hit kamen, der ihren Namen unvergesslich machte, trug sich für Man nur Monate später folgendes zu: Mit ihrem Doppelalbum „Back Into The Future“ stiegen sie in den britischen Charts so hoch wie nie, die Plattenläden brauchten Nachschub …als in jenem Herbst 1973 die Stunde der ersten Öl-Krise schlug. Vinyl geriet auf die lange Bank, Man auf Charts-Platz 23 aufs Abstellgeleise.

Dafür gabs für die Waliser schon im nächsten Jahr die erste Tour durch Amerika. Wo John Lennon gerade seine 15-monatige Yoko-Auszeit lebte. Begeistert von Man, wollte er deren nächstes Album produzieren. Dumm nur, dass ihn Yoko wieder hatte, ehe 1974 um war, und bedauerlich, dass sich der Ober-Beatle für die nächsten fünfeinhalb seiner sechs letzten Lebensjahre gänzlich aus der Musik zurückzog.

Man wiederum blieben ohne den matchentscheidenden grossen Hit. Gingen laut Melody Maker als „bestgehütetes Geheimnis der britischen Rockszene“ in die Geschichte ein, laut Musik Express als „eine der populärsten Underground-Bands“. Und Sie, liebe Nachgeborene, kriegen drum doch noch die Chance, einen ganzen, unversehrten Underground-Schatz zu entdecken! Pink Floyds „Atom Heart Mother“ und „Shine On Crazy Diamond“ kennen Sie, famose Man-Epen wie „The Storm“ oder „Many Are Called But Few Get Up“ werden Sie entzücken!

 

CD: “Reanimated Memories” (2015 / Cherry Red records)

 

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